Der Tod von Sterbehilfe-Aktivist Roger Kusch sorgte für Schlagzeilen. Medienberichten zufolge soll die Polizei ihn in seiner Wohnung am Donnerstag, 21.05.2026, aufgefunden haben, offensichtlich verstorben durch Suizid ("Hamburger Abendblatt"). Kusch wurde 71 Jahre alt. Erst wenige Tage zuvor war er in einer Versammlung des von ihm gegründeten „Verein Sterbehilfe“ gegen seinen Willen vom Vorsitz abgewählt worden.
Als Hamburger Justizsenator hat er von 2001 bis 2006 mehreren CDU-geführten Senaten unter Ole von Beust angehört, zeitweise im Bündnis mit der rechtspopulistischen Schill-Partei. Als Justizpolitiker machte Kusch vor allem durch Versuche von sich reden, den Strafvollzug zu verschärfen, so berichtet es „Die Zeit“. 2006 wurde er aus seinem Amt entlassen. Kusch trat daraufhin aus der CDU aus.
Schlagzeilen machte Kusch als Sterbehelfer und Aktivist. Er präsentierte im Jahr 2008 u. a. den Medien eine zur Selbsttötung geeignete Apparatur und unterstützte eine Frau beim Suizid, die offenbar sterben wollte, aus Sorge, irgendwann in ein Pflegeheim zu kommen. Er erhob Verfassungsbeschwerde gegen das Verbot (2015-2020) der organisierten Suizidhilfe, die auch den von ihm gegründeten Verein traf. Die insgesamt zwölf Beschwerden von Vereinen, Betroffenen und Ärzten erreichten schließlich im Jahr 2020 das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, dessen Begründung heute als Orientierung in der organisierten Suizidhilfe gilt. Es berichtet u. a. die "taz".
Aus der Mitgliederversammlung, bei der Roger Kusch per Mehrheitsabstimmung als Vorsitzender abgesetzt worden war, hatte zunächst das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet.
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