VHS Koblenz
Hoevelstr. 6
Saal 1, 2. OG
56073 Koblenz-Rauental

Vortrag und Diskussion

Reinhard Konermann, DGHS-Kontaktstellenleiter Südwest: Ärztlich begleiteter Suizid Selbstbestimmung am Lebensende
Kursnummer: 1.0607
Dozent: Reinhard Konermann 
Datum: Dienstag, 15.09.2026 15:00–16:30 Uhr 
Gebühr:5,00 EUR

Der ärztlich assistierte Suizid findet in Deutschland in einem gesicherten Rechtsrahmen statt. In dem bahnbrechenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2020 ist als Voraussetzung für die Freitodbegleitung die Freiverantwortlichkeit der Sterbewilligen genannt.

Das Urteil ist weltweit einzigartig, weil es nicht begründet wird mit Barmherzigkeit und Leidensminderung, sondern mit dem Recht auf Selbstbestimmung und der Würde jedes einzelnen Menschen. (Artikel 1 des GG: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.)

Jeder darf helfen - auch Ärzt:innen und Organisationen. Leider helfen nur sehr wenige Arzt:innen, weil sie immer noch verunsichert sind. Die Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e. V. hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele Bürger über ihre Rechte am Lebensende aufzuklären und sie zu unterstützen. Seit dem Urteil im Jahr 2020 hat die DGHS mehr als 2000 Menschen an professionelle Freitodhelfer vermittelt. Jeweils eine Jurist:in und eine Ärzt:in bilden ein Team.

In dem Vortrag geht es konkret um folgende Themen:

  • Die rechtliche Situation der Suizidhilfe in Deutschland
  • Die Ergebnisse der Forsa-Umfrage vom Oktober 2024
  • Die Herausforderungen bei der Umsetzung
  • Die derzeitige Praxis der Freitodbegleitung
  • Die Angehörigen und der Freitod
  • Freitodbegleitung bei „lebenssatten“ Menschen und Doppelbegleitungen

Die DGHS ist mit über 65.000 Mitglieder die größte Bürgerrechts- und Patientenschutzorganisation in Deutschland. Sie setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 1980 für das Recht auf Selbstbestimmung am Lebensende ein.

Anmeldung erforderlich!

Kontakt:
Christa Seel
Volkshochschule Koblenz
Tel.: 02 61-1 29 37 00