Im Jahr 2025 hat die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e. V. insgesamt 898 Mitgliedern eine professionelle Freitodbegleitung ermöglicht. Damit stieg die Zahl der Menschen, die auf diese Weise selbstbestimmt und im Beisein von Arzt und Jurist aus dem Leben gingen, gegenüber dem Vorjahr an (2024: 623 Fälle). Die zahlenmäßig größte Gruppe waren Frauen zwischen 80 und 89 Jahren. Unter den Anträgen, die in der DGHS-Geschäftsstelle eingingen, waren 41, die abgelehnt wurden, und 103 Menschen, die noch während des Prüfungsprozesses an ihrer Erkrankung verstarben. Diese Zahlen stellte DGHS-Präsident RA Prof. Robert Roßbruch am 29.01.2026 auf einer Pressekonferenz in Berlin vor. Auffällig war, dass es 2025 auch einige sehr junge Menschen gab, denen wegen der Erkrankung ME/CFS eine Freitodbegleitung vermittelt wurde.
Roßbruch stellte zudem die Diskurs- und Informationskampagne „Humanes Sterben. Weil es mein Leben ist“ vor. Kernstück sind die Geschichten, Stimmen und Fotos einzelner Mitglieder, die als sogenannte „Testimonials“ auf www.humanes-sterben.info und in den Social-Media-Kanälen gezeigt werden. Roßbruch: „Damit wollen wir die Bürger:innen informieren, die das Thema Freitodbegleitung noch nicht kennen – und unsere Mitglieder und Unterstützer zum Mitmachen einladen.“ Zudem startet im Frühjahr ein Video-Podcast „Klug & Tod“, den die Publizistin Johanna Klug moderiert.
Ziel der Kampagne sei es, so Roßbruch, „u. a. den Bundestagsabgeordneten zu zeigen, dass Selbstbestimmung am Lebensende in unserer Gesellschaft unverhandelbar ist. Und dass wir eine neue gesetzliche Regelung der Suizidhilfe für nicht erforderlich halten. Wie können wir das am besten vermitteln? In dem wir die Stimmen der Mitglieder und das unterstützende Echo in der Bevölkerung sprechen lassen.“
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