Presse

Die aktuellsten Presse-Ereignisse...

DGHS im Online-TV

Der DGHS-Vizepräsident Volker Leisten war zu Gast bei "In Memoriam TV", einem Online-Projekt, welches sich dem Tabuthema Bestattungskultur widmet. Themen waren die Patientenverfügung und das DGHS-Service-Angebot "Gegen unbemerktes Sterben". Dieser Telefondienst, der im Mitgliedsbeitrag enthalten ist, verhindert, dass alleinstehende Menschen wochenlang tot in ihrer Wohnung liegen, ohne aufgefunden zu werden.
...zu den Interviews
...zum Service-Telefon

Antwort der Bundesregierung liegt vor

Seit dem 2. März vorigen Jahres sind beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) 104 Anträge auf Erlaubnis zum Erwerb eines Betäubungsmittels zur Selbsttötung gestellt worden. Bisher sei keine solche Erlaubnis erteilt oder versagt worden, heißt es in der Antwort (19/2090) der Bundesregierung vom 9. Mai 2018 auf eine Kleine Anfrage (19/1860) der FDP-Bundestags-Fraktion. Von den Antragstellern seien inzwischen 20 verstorben. Am 2. März 2017 hatte das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig entschieden, in einem „extremen Einzelfall“ dürfe der Staat den Zugang zu einem Betäubungsmittel nicht verwehren, das dem Patienten eine würdige und schmerzlose Selbsttötung ermögliche.
...mehr

29./31.5.2018, ARD: „Panorama“ berichtet über Thema Sterbehilfe

Wieder einmal konnte die DGHS TV-Journalisten bei der Recherche nach geeigneten „Fällen“ behilflich sein. Im ARD-Politikmagazin „Panorama“ (31.5.2018 ARD und 29.5.2018 NDR) gewähren Hansjürgen B. und Harald M., beide DGHS-Mitglieder, Einblick in ihr Leben mit einer unheilbaren Krankheit im Endstadium. Sie gehören zu einer Gruppe von Personen, die gemeinsam mit DGHS-Vizepräsident und Rechtsanwalt Professor Robert Roßbruch je einen Antrag auf Erwerb von Natrium-Pentobarbital beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gestellt hatten. Doch für das Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 2.3.2017, das diese Hoffnung auf ein humanes Sterben schürte, hat die Bundesregierung immer noch keine Lösung.
...mehr

Serie in „Bild“ betont, wie wichtig eine Patientenverfügung ist

Warum der Tod im Leben ein wichtiges Thema sein muss, erläutert die Zeitung „Bild“ in einer kleinen Serie übers Sterben. In der „Bild“-Ausgabe vom 8. Mai 2018, S. 5, steht sehr richtig, dass man sich auf den Ernstfall vorbereiten sollte: „Verfassen Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung!“ Die DGHS weist darauf hin, dass Vordrucke zum Ankreuzen völlig ausreichend sein können, zumindest sind es die vielfach geprüften und gerichtsfesten Formulierungen in den DGHS-Patientenverfügungen. Alle nötigen Formulare inklusive Vollmachten für unterschiedliche Bereiche beinhaltet die Patientenschutz- und Vorsorgemappe der DGHS, für Mitglieder kostenfrei und auf Wunsch mit individueller Beratung beim Ausfüllen, für Nichtmitglieder nur 10 Euro (ohne Beratung). ...mehr

Schlagersängerin Cindy Berger seit 18 Jahren in der DGHS

Cindy Berger, Sängerin und in den 70er Jahren ein Teil des Schlagerduos "Cindy & Bert", ist seit 18 Jahren Mitglied in der DGHS. Nun äußerte sie sich in der Bild-Zeitung, weshalb sie eine Patientenverfügung besitzt und warum sie sie als unbedingt notwendig ansieht. Es wird außerdem darauf hingewiesen, dass die Patientenverfügung leicht auffindbar sein sollte! Die DGHS hat dafür die beste Lösung, den Notfall-QR.

...mehr
...Notfall-QR

Sterbehilfe: Bundesregierung muss Stellung beziehen

Die FDP-Fraktion im Bundestag hat, wie am 2. Mai bekannt wurde, eine sog. „Kleine Anfrage“ auf den Weg gebracht, in der sie nach der Haltung der Regierung zu den Anträgen auf Natrium-Pentobarbital beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und nach dem Verbotsparagraphen für organisierte Suizidhilfe (§ 217 StGB) fragt. Diese muss von der Bundesregierung binnen zwei Wochen schriftlich beantwortet werden, es sei denn, sie bittet um Fristverlängerung. Auf die Antworten sind auch wir SEHR gespannt.
...mehr

Kauf von Natrium-Pentobarbital: Urteilsbegründung liegt nun vor!

Im Ausnahmefall muss ein Schwerstkranker die Möglichkeit bekommen, eine tödliche Dosis Betäubungsmittel von einer Bundesbehörde zu erhalten. Dieses Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) in Leipzig vom 2. März 2017 hatte Schlagzeilen gemacht. Ein Dutzend Anträge auf Erwerb liegen bereits vor und müssen vom Institut entschieden werden. Die lang erwartete schriftliche Begründung zu dem Urteil liegt nun vor. In dem Text beruft sich das Gericht auf Artikel 2 Absatz 1 des Grundgesetzes (Freie Entfaltung der Persönlichkeit/Selbstbestimmungsrecht) und auf Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention und schreibt u.a.: „Ein ausnahmsloses Verbot, Natrium-Pentobarbital (NaP) zum Zweck der Selbsttötung zu erwerben, greift in das grundrechtlich geschützte Recht schwer und unheilbar kranker Menschen ein, selbstbestimmt darüber zu entscheiden, wie und zu welchem Zeitpunkt ihr Leben enden soll.“ Die Entscheidung des Gerichts, heißt es in der Begründung weiter, stünde nicht im Gegensatz zum Verbot der organisierten Suizidhilfe (§ 217 StGB).

...Urteilsbegründung im Wortlaut (pdf)
...BVerwG Internetseite
...DGHS-Presse-Erklärung (3.3.2017) zum Urteil
...Empfehlung des Deutschen Ethikrates

Gut besuchte Podiumsdiskussion in Köln

Die DGHS hat lud am 5. April 2017 zur Podiumsdiskussion nach Köln ein. Für das Thema: "Mit Sterbefasten das Leben selbstbestimmt beenden?"  interessierten sich die ca. 150 Besucher, die den Diskutanten gespannt folgten. Medizinische und rechtliche Aspekte zum freiwilligen Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit wurden ausgiebig besprochen.

...zur Bildergalerie

Patientenverfügung: sicher und schnell

Die DGHS hat sich wieder etwas einfallen lassen, damit ihre Patientenverfügung noch schneller "griffbereit" ist. Mit dem neuentwickelten Notfall-QR ist es ab Anfang April möglich, direkt auf die online verfügbare Patientenverfügung zuzugreifen. Der Notfall-QR setzt sich aus zwei wesentlichen Elementen zusammen, einmal dem Notfall-Ausweis und einmal dem QR-Code. Mithilfe dieses zweidimensionalen Codes kann in Bruchteilen von Sekunden auf das Internet zugegriffen werden. Es ist kein umständliches Eintippen von Internetadresse, Benutzername und Passwort mehr nötig — und damit auch kein Vertippen.  Die eigene Patientenverfügung wird damit sofort verfügbar, mit nur einem einzigen individuellen und persönlichen QR-Code, der via internetfähigem Smartphone eingescannt wird. Der Notfall-QR kann als Aufkleber bei der DGHS geordert werden und macht sich am besten auf der eigenen Gesundheitskarte.
...mehr Infos in HLS 2017-2 auf Seiten 6 bis 7
...Infos zum Notfall-Ausweis

Bemerkenswertes Urteil zur Vergabe von NaP

In Extremfällen sollen Menschen bestimmen dürfen, wie und wann sie sterben wollen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden. In Extremfällen können sterbewillige Patienten in Deutschland eine tödliche Dosis Betäubungsmittel zum Suizid erhalten. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag, 2. März 2017, entschieden (Aktenzeichen: BVerwG 3 C 19.15). Ob und wie dieses Urteil praktisch umgesetzt wird, ist zurzeit noch völlig unklar. Verhandelt wurde der Fall der verstorbenen Bettina Koch aus Braunschweig, der das Medikament in tödlicher Dosis in Deutschland verwehrt worden war. Sie wählte dann den Weg in die Schweiz, der hinterbliebene Ehemann klagte danach durch alle Instanzen.
...mehr