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Podiumsdiskussion: Zu Gast DGHS-Präsident Prof. Birnbacher

 ©DGHS/Dörthe Boxberg

Wie kann ein selbstbestimmtes Leben in einem selbstbestimmten Sterben enden? Diese und andere Fragen diskutierte DGHS-Präsident Professor Dr. Dr. h. c. Dieter Birnbacher mit anderen Fachleuten beim 64. Herrenhäuser Gespräch am 8. Oktober 2020 im Schloss Herrenhausen (Hannover). Seine  Utopie sei eine Integration kontrollierter Suizidassistenz in die Palliativmedizin, sagte Birnbacher. Er plädiert zudem für Differenzierung: "Sterbewünsche sind oft keine Suizidwünsche." Birnbacher ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben. Die habe im März dieses Jahres ein Beratungstelefon eingerichtet, erzählt er. Erste Erfahrungen damit belegten die Bedeutung eines Gesprächsangebots: "Die Menschen wollen sich langfristig auseinandersetzen, da geht es selten um akute, temporäre Krisen." Die Antworten auf die Frage, wie gutes Sterben geschehen könnte, seien meist ähnlich: friedlich, schmerzfrei, gut begleitet, bewusst und vorauswissend. An mehr Kommunikation über das Sterben, da stimmt Birnbacher den anderen Experten auf dem Podium zu, führe kein Weg vorbei: "Wir brauchen eine Sterbekultur."
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Eine Aufzeichnung der Veranstaltung ist am Sonntag, 25.10.2020, auf ndr Kultur zu hören.