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Stellen-Ausschreibung

Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein mit Sitz in Berlin-Mitte. Sie versteht sich als eine weltanschaulich offene Bürgerrechts- und Patientenschutzorganisation, deren Grundhaltung auf säkularen humanistischen Werten beruht und die künftig ihr Leistungsangebot erweitern möchte. So soll u. a. ab 2020 eine ergebnisoffene Suizidversuchspräventions-Beratungsstelle aufgebaut werden.

Wir suchen daher zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen
Sozialpädagogen/Sozialarbeiter oder einen Geisteswissenschaftler (m/w/d) zum Aufbau einer Suizidversuchspräventions-Beratungsstelle.

Vollzeit-Stelle (40 Wochenstunden – unbefristet)

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann bewerben Sie sich bis spätestens 01.06.2020.

Die ausführliche Stellenanzeige hier als pdf

Prof. Edgar Franke (MdB, SPD, li.) und Prof. Robert Roßbruch trafen sich am 10. März 2020, um ihre politischen Gespräche fortzusetzen. Bild: Anno Wulf

Die politischen Kontakte zu den Bundestagsabgeordneten gehen weiter

Am 10. März 2020 traf sich der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS), Prof. Robert Roßbruch, mit dem stellvertretenden gesundheitspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und ehemaligen Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses sowie derzeitigen Opferbeauftragten der Bundesregierung, Prof. Dr. jur. Edgar Franke, in dessen Abgeordnetenbüro im Paul-Löbe-Haus in Berlin. Zweck des Treffens war ein Informations- und Meinungsaustausch über die rechtlichen und politischen Konsequenzen aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26.02.2020. Bekanntlich hatte das Bundesverfassungsgericht in diesem Urteil die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung (§ 217 StGB) aufgrund ihrer Verfassungswidrigkeit für nichtig erklärt. Beide begrüßen die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts als einen großen Tag für das Selbstbestimmungsrecht bis zum Lebensende. Franke hatte seinerzeit zusammen mit Katja Keul (Bündnis90/Die Grünen), Brigitte Zypries (SPD und ehemalige Justizministerin) und Dr. Gesine Lötzsch (Die Linke) einen eigenen Antrag vorgelegt, der im Wesentlichen zum Inhalt hatte, keine gesetzlichen Änderungen vorzunehmen.

Zwar steht es nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts dem Gesetzgeber frei, ein prozedurales Sicherungskonzept zu entwickeln, beide Diskutanten schließen sich jedoch der Auffassung des Bundesjustizministeriums an, das gegenwärtig kein dringender gesetzgeberischer Handlungsbedarf besteht. Denn zum einen ist mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wieder der Zustand vor der Regelung des § 217 StGB im Jahr 2015 eingetreten. Zum anderen warnen beide vor wenig durchdachte gesetzgeberische Schnellschüsse. Vielmehr sollte man erst einmal abwarten, wie sich die Suizidhilfe in Deutschland entwickelt, um dann gegebenenfalls notwendig werdende regulatorische Maßnahmen zu ergreifen.

Ihre Patientenverfügung und COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2)

Angesichts der aktuell grassierenden Corona-Virus-Infektionen weisen wir auf Folgendes hin:

Die Patientenverfügung der DGHS ist so formuliert, dass sich die darin getroffenen Anordnungen (z. B. Verbot einer künstlichen Beatmung) auf einen voraussichtlich unabwendbaren tödlichen Verlauf einer Krankheit beziehen (wie sie z. B. eine fortschreitende Krebserkrankung darstellt).
Somit ist eine vorübergehende künstliche Beatmung bei einer Covid-19-Infektion, die auf eine völlige Heilung der Lungenentzündung abzielt, von dieser Verfügung  nicht  erfasst, d. h. die Patientenverfügung findet auf eine vorübergehende künstliche Beatmung bei einer Covid-19-Infektion keine Anwendung.

Sollten Sie diese Regelung in Ihrer Patientenverfügung noch einmal besonders hervorheben wollen, empfehlen wir folgende Formulierung:
Diese Patientenverfügung soll auf eine vorübergehende künstliche Beatmung bei einer Covid-19-Infektion keine Anwendung finden.
(aktuelles Datum und Unterschrift bitte nicht vergessen!)

Sollten Sie aber im Fall einer Covid-19-Infektion auf künstliche Beatmung verzichten wollen, womit Sie möglicherweise ein früheres Sterben bewusst in Kauf nehmen, empfehlen wir folgende Formulierung:
Im Falle einer Covid-19-Infektion wünsche ich keine künstliche Beatmung, sondern eine ausreichende palliativmedizinische Versorgung. (aktuelles Datum und Unterschrift bitte nicht vergessen!)

Hinweis: Absage von Veranstaltungen

Wegen der behördlichen Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sagt die DGHS für die nächste Zeit alle ihre öffentlichen Veranstaltungen ab. Die lokalen Ansprechpartner/innen und die Geschäftsstelle in Berlin sind weiter für Sie erreichbar, bevorzugt per Telefon, Mail oder Briefpost.

Tel.: 030 / 21 22 23 37 0
E-Mail: info(at)dghs.de
Postfach 64 01 43, 10047 Berlin

 

Podiumsdiskusion in Berlin zu Folgen der Urteilsverkündung zu § 217

Nur wenige Tage nach dem Urteil lud die Humanistische Union zu einer Podiumsdiskussion zum Thema “Karlsruhe hat zum Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe (§ 217 StGB) geurteilt - Was nun?” Es diskutierten am Montag, 9. März, im Lichthof der Humboldt-Universität zu Berlin Unter den Linden Prof. Dr. Reinhard Merkel, Universität Hamburg, Mitglied im Deutschen Ethikrat, Prof. Dr. Steffen Augsberg, Universität Gießen, Bevollmächtigter des  Bundestages im Verfahren zu §217 StGB, Privatdozent (PD) Dr. med. Johann F. Spittler, Arzt, Psychiater, 494 psychiatrische Gutachten zur Entscheidungs-Kompetenz von Suizidenten, RA Prof. Robert Roßbruch, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben, Erwin Kress, Präsident des Humanistischen Verbands Deutschlands, und Dr. Wieland Schinnenburg, FDP Bundestagsabgeordneter, Mitglied des Gesundheitsausschusses. Die Moderation hatte Prof. Dr. Rosemarie Will.

Zum Veranstaltungsbericht.

 

 

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Gesprächskreis / entfällt!

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