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10 gemeinsame Leitsätze humanistischer Organisationen

Foto: Oliver Kirpal
v.l.n.r.: Johann-Albrecht Haupt (HU), Gita Neumann (HVD), Ingrid Matthäus-Maier, Elke Baezner (DGHS),Uwe-Christian Arnold (gbs)

Über zwei Drittel der Bevölkerung wünschen sich bei schwerster Erkrankung die Möglichkeit, auch mit ärztlicher Hilfe ihr Leiden abkürzen zu können. Tatsächlich findet sich aber heute kaum ein Mediziner, der darüber überhaupt nur zu sprechen bereit ist. Diese für viele Menschen äußerst problematische Situation soll zukünftig noch verschärft werden. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat gefordert, jede Form „organisierter“ Suizidhilfe zu verbieten. Ein im Februar aus Unionskreisen angekündigter Gesetzesentwurf sieht vor, sogar Suizidhilfe durch einzelne Ärzte strafbar zu machen.
Das darf nach Auffassung eines breiten Bündnisses humanistischer Organisationen nicht hingenommen werden.

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...die 10 Leitsätze
...Bündnis gegen ein gesetzliches Verbot der Beihilfe zum Suizid

Sterbehilfe wird demnächst im Bundestag verhandelt

Die frisch gebackene große Koalition aus CDU/CSU und SPD wird sich als eines der nächsten Themen die Sterbehilfe vornehmen. Dies bestätigte die SPD-Bundestagsabgeordnete Eva Hoegl  in einem Beitrag der „Tagesschau“ (9. Januar 2014, 20 Uhr). Zur Diskussion steht der Wunsch nach einem strikten Verbot jeder geschäftsmäßigen und organisierten Sterbehilfe, wie ihn Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zu Jahresbeginn wiederholte.
Die DGHS lehnt zwar ebenfalls Geschäftemacherei ab, möchte aber eine organisierte Hilfe gewahrt sehen, steht also für eine Liberalisierung. Ärzten in Deutschland sollte es offiziell erlaubt sein, ihren schwerstkranken Patienten auf deren Wunsch hin ein geeignetes Medikament zur Verfügung zu stellen. Dazu bedarf es ggf. Änderungen im Betäubungsmittelgesetz. Die Tatherrschaft läge in jedem Fall beim Patienten, was eine Selbsttötung mit Assistenz und keine „aktive Sterbehilfe“ im Sinne der ohnehin verbotenen „Tötung auf Verlangen“ darstellt. Im Bundestag ist eine große fraktionsunabhängige Debatte zu erwarten. Die frühere schwarz-gelbe Koalition hatte sich über ein Verbot „nur“ der gewerbsmäßigen Sterbehilfe nicht einigen können.
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