Bild 1 Bild 2 Bild 3 Bild 4
Bild 1Bild 1
Bild 2Bild 2
Bild 3Bild 3
Bild 4Bild 4

Debatte in Großbritannien zu Gesetz für assistierten Suizid

Am 18. Juli 2014 beschäftigte sich das Oberhaus des britischen Parlaments (House of Lords) 10 Stunden teilweise sehr emotional mit einem Gesetzesentwurf zur Sterbehilfe. Der Gesetzesvorschlag (Assisted Dying bill) – von der Behindertenbewegung zur Verdeutlichung „Assisted Suicide Bill“ benannt – führte zur einer heftigen Debatte mit beinahe 130 Reden im Parlament; 65 sprachen sich dafür, 62 dagegen aus. Am Tag der Debatte kamen Aktivistinnen und Aktivisten zum Parlament und protestierten mit Transparenten wie „kill the bill not us“. Der bekannte Wissenschaftler Stephen Hawking unterstützt hingegen den Gesetzesvorschlag und die Argumente der Befürworter. Der Entwurf befindet sich im Gesetzwerdungsprozess. Dass es je Rechtskraft erhalten wird, gilt aber als unwahrscheinlich. Laut derzeitigem Stand unterstützt die Regierung die Pläne nicht, und die nächste Parlamentswahl findet im Mai 2015 statt.

Attentat auf Vereinspräsidentin

Mit Entsetzen und Fassungslosigkeit reagiert die DGHS auf ein Buttersäure-Attentat auf die Vereinspräsidentin Elke Baezner. „Gewalt und Körperverletzung als Mittel der Auseinandersetzung sind absolut indiskutabel“, so Vizepräsident Adi Meister in einer ersten Stellungnahme. Bei einer Vortragsveranstaltung am Mittwoch, 18. Juni 2014, in Frankfurt/Main hatte ein 44-jähriger Mann Elke Baezner und einen weiteren Referenten mit Buttersäure bespritzt, die er abgefüllt in einer Wasserflasche mitgebracht haben muss. Frau Baezner wurde mit Augen- und Hautreizungen leicht verletzt, konnte aber die Uniklinik noch am selben Abend verlassen. Der Saal wurde nach dem Vorfall sofort geräumt, die weiteren 40 Teilnehmer  blieben unverletzt. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. Die DGHS geht von einem politisch motivierten Anschlag aus.

...mehr Infos
...Sympathiebekundungen
...zur Presseerklärung
...zur Veranstaltung
...zur Presseschau

DGHS-Kundgebung beim Deutschen Ärztetag

Foto: Wega Wetzel (DGHS)

Am Dienstagvormittag, 27. Mai 2014, wurde der jährlich stattfindende Deutsche Ärztetag eröffnet – mit einer Veranstaltung in der „Tonhalle“ nördlich des Stadtzentrums. Für die DGHS war dies Anlass genug, vor Ort zu sein und bei den anwesenden Ärztefunktionären für Gewissensfreiheit bei der Freitodbegleitung zu werben. Die Bundesärztekammer hatte im Jahr 2011 in ihrer Musterberufsordnung den Landesärztekammern empfohlen, dass Ärzte nicht bei der Selbsttötung helfen dürfen. Manche haben dies umgesetzt, andere wählten moderatere Vorgaben, nach denen Ärzte keine Sanktionen befürchten müssen. Bundesgesundheitsminister Gröhe plant sogar ein Verbot der organisierten Sterbehilfe, über das derBundestag im Jahr 2015 beschließen will.

Wie Sie vielleicht wissen, hat die DGHS im März gemeinsam mit anderen Organisationen „Zehn Leitsätze gegen ein strafgesetzliches Verbot der Beihilfe zum Suizid“ vorgelegt. Ärzte sollten beim selbstbestimmten Sterben helfen dürfen, es aber nicht müssen.
DGHS-Präsidiumsmitglied Rudi Krebsbach leitete die Protestkundgebung. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

...Presseinformation
...die 10 Leitsätze
...Bildergalerie
...Rückblick auf Aktion zum Ärztetag 2013