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Präsidium


RA Prof. Robert Roßbruch © Oliver Kirpal

RA Prof. Robert Roßbruch
Präsident
* Jahrgang 1953

„Von besonderer Bedeutung ist für mich das Selbstbestimmungsrecht am Lebensende, also in einer Lebensphase, in der der Mensch wegen Krankheit, Pflegebedürftigkeit und hohen Alters besonders vor nicht erwünschten paternalistisch-fürsorglichen Handlungen seitens der Ärzte, Pflegekräfte, aber auch Angehöriger zu bewahren und dessen Willen am Lebensende Geltung zu verschaffen ist."

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Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Birnbacher © Oliver Kirpal

Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Birnbacher
Vizepräsident
* Jahrgang 1946

"Die Option eines selbstbestimmten Sterbens sollte niemandem vorenthalten werden. Natürlich sollte niemand gedrängt werden, diese Option zu ergreifen. Aber die Gewährung eines Rechts ist keine Verpflichtung. Sie gewährt einen Freiraum, ohne gleichzeitig dazu aufzufordern, ihn zu nutzen."

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Sonja Schmid © Oliver Kirpal

Sonja Schmid
Vizepräsidentin
* Jahrgang 1957

"Nach meiner Ausbildung zur Juristin verfolgte ich mit Interesse und Engagement die Einfügung des Rechtsinstituts der Patientenverfügung im Bürgerlichen Gesetzbuch. Es ist mein Anliegen, die (abstrakten) Rechte der Patienten in den konkreten –oft leidvollen- Situationen zu stärken und so die Verständigung zwischen Arzt und Patient oder zwischen Heimbewohner und Pflegenden zu verbessern."

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Dr. med. Matthias Bernau © Oliver Kirpal

Dr. med. Matthias Bernau
Beisitzer
* Jahrgang 1943

"Als Frauenarzt habe ich noch die Zeiten erlebt, in denen der Schwangerschaftsabbruch verboten war. Seine Durchführung in der Illegalität hatte zu vielen schweren Gesundheitsschäden, zu Todesfällen und menschlichen Tragödien geführt. Erst die Rücknahme des Verbotes ermöglichte die Verminderung der Folgeschäden. Die Analogie liegt auf der Hand: strafrechtliche Sanktionen sind ein gänzlich ungeeignetes Mittel um gute Lösungen zu erwirken – gleichermaßen beim jetzt erlaubten Schwangerschaftsabbruch wie bei der seit 2015 verbotenen ärztlichen Suizidassistenz! Der § 217 StGB steht im Widerspruch zum Recht auf Selbstbestimmung jedes Menschen, das auch das eigene Sterben umfasst und von der Verfassung garantiert wird."

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Ursula Bonnekoh
Beisitzerin
* Jahrgang 1954

 

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DGHS-Schatzmeister Rolf Niemeyer

Rolf Niemeyer
Schatzmeister
* Jahrgang 1949

"Ich habe leider viel zu oft mitansehen müssen, wie schwerstkranken und auch alten Menschen durch „medizinische Kunst“ der Tod verweigert und das LEIDEN verlängert wurde. Sie hatten es versäumt, beizeiten ihren Willen eindeutig in einer Patientenverfügung (PV) und Vorsorgevollmacht festzulegen. Aus diesem Grund ist es für mich ein Herzensbedürfnis, möglichst viele Menschen von der Wichtigkeit einer Patientenverfügung zu überzeugen und ihnen den Weg für ein würdevolles, selbstbestimmtes Lebensende zu öffnen. Der Tod ist für mich kein Tabu, wie die Geburt ist er untrennbar mit dem Leben verbunden."

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