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Medical Tribune

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Die Freien Demokraten wollen sich laut Wahlprogramm neben dem Ausbau von Palliativmedizin und Hospizwesen für eine Abschaffung des § 217 StGB einsetzen: „Die Strafandrohung für die Beihilfe zur Selbsttötung eines Schwerkranken schafft eine erhebliche Grauzone für Palliativmediziner, beeinträch­tigt das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient und verletzt das Selbstbestimmungsrecht als Kern der Menschenwürde.“ Gefordert wird eine bundeseinheitliche Regulierung, unter welchen Umständen die ärztliche Assistenz bei der Selbsttötung sanktionsfrei ist, „sodass dem Wunsch nach Beihilfe zum Freitod vom Arzt oder von der Ärztin entsprochen werden darf“. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS), Professor Dr. Dieter Birnbacher, hofft nun, dass sich die FDP – sofern „Jamaika“ seinen Lauf nimmt – beim Erarbeiten des Koalitionsvertrages auch für das Thema Selbstbestimmung am Lebensende starkmacht. „Die Aufrechterhaltung des Verbots der professionellen Unterstützung eines Suizids von schwer und unheilbar Leidenden ist schließlich mit einem liberalen Selbstverständnis unvereinbar“, so der Philosoph und Ethiker. 

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