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Medienpreise

Medienpreise: Arthur-Koestler-Preis
Der Arthur-Koestler-Preis wird von der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben jährlich im November für herausragende Beiträge an Journalisten, Schriftsteller oder Hörfunk-/Fernseh-Redakteure vergeben. Einsende-Schluss für den Arthur-Koestler-Preis 2012 ist der 15. August 2012 (Posteingang). Hier die Ausschreibung 2012.
Ausgezeichnet werden herausragende journalistische Arbeiten (Print/Hörfunk/TV), die geeignet sind, eine breite gesellschaftliche Diskussion der Selbstbestimmung am Lebensende zu fördern. Hier eine Übersicht über sein Werk (pdf-Datei). Die Auszeichnung soll dazu beitragen, die Idee eines humanen selbstbestimmten Sterbens in der Gesellschaft weiter bekannt zu machen und zu fördern.
Hier ein Rückblick auf die vergangenen Jahre und die Preisträger:
Arthur-Koestler-Preis
2011
Der Arthur-Koestler-Preis 2011 ging an Sabine Marya (Kategorie print) für "Der erste Flügelschlag", an Dr. Sigrid Faltin (Kategorie TV) für "Letzte Saison - Wenn es Zeit ist zu sterben" und an Dieter Wulf (Kategorie Hörfunk) für den Magazin-Beitrag im Deutschlandfunk "Sterbehilfe-Forum in Berlin".
2010
Reto U. Schneider (Neue Zürcher Zeitung) nahm den Arthur-Koestler-Preis 2010 für die Reportage "Bea geht" (NZZ Folio, 1/2010) entgegen, der Sonderpreis "Lebensuhr" ging an Dr. med. Michael de Ridder für sein Sachbuch "Wie wollen wir sterben?", DVA 2010).
2009
Die Spiegel-Journalistin Beate Lakotta erhält den Arthur-Koestler-Preis 2009 für ihren Beitrag „Das Leiden der Anderen“ (Der Spiegel, 24.11.2008, 48/2008).
2008
Die Stern-Redakteurin Dr. Anika Geisler erhält den diesjährigen Arthur-Koestler-Preis für ihren Beitrag "Ich bin alt, ich bin müde. Ich habe genug." (Stern, 10.07.2008)
2007
Preisträgerin des Arthur-Koestler-Preises 2007 ist Frau Dr. phil. Svenja Flaßpöhler. Sie erhielt die Auszeichnung für ihr Buch "Mein Wille geschehe. Sterben in Zeiten der Freitodhilfe".
2006
Preisträgerin des Arthur-Koestler-Preises 2006 ist Jutta Redmann mit ihrem Beitrag "Ich möchte über mein Ende selbst bestimmen" (Der Tagesspiegel, 22.01.2006).
2005
Peter Puppe erhält den Arthur-Koestler-Preis 2005 für seinen Beitrag "Sonnenwende oder Ich bin nicht maßgebend" (veröffentlicht am 28.06.2005 im Internet-Literaturforum "gruppe-vier-w.forum").
2004
Prof. Dr. Gérard Radnitzky "Freitod und letzte Hilfe als philosophisches Problem" (in: criticón, Winter 2003/2004).
2003
Der Arthur-Koestler-Preis wird in diesem Jahr nicht verliehen.
2002
Dr. Richard Herzinger für seinen Artikel "Der belgische Tod" (Die ZEIT, 23.05.2002).
Außerdem wurden drei Sonderpreise vergeben:
1. Nicole Kohse für ihren Beitrag "Abschied von Sascha" (in HNA/Sonntagszeit, 03.03.2002)
2. Christian Modehn für "Wenn Leiden unerträglich wird. Der gute Tod: Euthanasie als Ausweg" (Radio-Manuskript)
3. Dr. Martin Klein für "Sterbehilfe und das Prinzip der Doppelwirkung" (in: Wiener Klinische Wochenschrift 2002, 114/10-11)
2001
Martin Spiewak: "Das lange Sterben des Walter K." (Die Zeit, 19.04.2001)
Filmpreis "Die Lebensuhr"
2008
Der Filmpreis wird 2008 nicht vergeben, da keine geeignete Einsendung gefunden wurde, die die Rahmenbedingungen erfüllt hätte.
Der Preis wurde in diesem Jahr zum vorerst letzten Mal ausgeschrieben.
2006
Der Filmpreis 2006 wurde dem Film "Marias letzte Reise" zuerkannt.
2004
Der Filmpreis "Die Lebensuhr" 2004 wurde vergeben an Johannes Backes für seine ZDF-Produktion "37° - Isoldes letzter Sommer".
2002
In diesem Jahr wurden zwei Filme ausgezeichnet:
1. "37° Sterben auf Wunsch" von Rob Hof, ZDF-Produktion (ZDF, 28.08.2001)
2. "In Würde sterben - Regine Hildebrandt und Dorothee Sölle im Gespräch" von Heike Mundzeck /Luzifilm Hamburg (NDR, 03.12.2001)
2000
"Mein Leben gehört mir" (ZDF, 03.04.2000)
Zum Hintergrund:
Arthur Koestler
Englischer Schriftsteller und Journalist
geboren am 05. September 1905 in Budapest, gestorben durch eigene Hand am 03. März 1983 in London
Lebensgeschichtlicher Abriss:
Koestler studierte Naturwissenschaften
seit 1930 war er Mitglied im Redaktionsstab von Ullstein, Berlin
1931 - 1937 Mitglied in der Kommunistischen Partei (KP)
1932 - 1933 Aufenthalt in der Sowjetunion
1936 - 1937 als Berichterstatter auf republikanischer Seite
im Spanischen Bürgerkrieg
vier Monate in Spanien inhaftiert
1939 in Frankreich interniert, von dort Flucht nach Großbritannien
Fremdenlegion
1941 - 1942 bei der britischen Armee
"Sein literarisches Werk umfasst Romane mit politischen oder ethischen Problemen, spannende Berichte, Reportagen und naturphilosophische Werke". (aus: Meyers Grosses Taschenlexikon, 1990)
Eine Auswahl seiner Werke:
- Ein Mann springt in die Tiefe (Roman), 1945
- Die Gladiatoren, 1948
- Sonnenfinsternis (Roman), 1948
- Der Yogi und der Kommissar (Essays)
- Die Geheimschrift (Autobiographie), 1950
- Der göttliche Funke (Stück), 1955
- Das Gespenst in der Maschine, 1966
- Die Wurzeln des Zufalls, 1968
- Die Herren Call-Girls (Roman), 1971
- Frühe Empörung, 1972
- Diebe in der Nacht
- Gottes Thron steht leer
- Das rote Jahrzehnt
- Pfeil ins Blaue (Autobiographie)
- Zeuge der Zeit (Autobiographie)
